Sie sind hier: TWM-MagdeburgWASSERVERSORGUNGWESTFLÄMING

 

Wasserversorgung aus dem Westfläming

 

Der Fläming ist Bestandteil des südlichen Landrückens und erstreckt sich bis in den Osten des Landes Sachsen-Anhalt.

 

 

Von hydrogeologisch überregionaler Bedeutung ist der Westfläming, der im Bereich der wesentlichen Ausläufer des hohen Flämings liegt.

Der Westfläming hat neben den im Landesentwicklungsplan festgeschriebenen Vorranggebieten für Wassergewinnung mit überregionaler Bedeutung Colbitz-Letzlinger Heide und Rappodetalsperre/Ostharz eine hervorragende Bedeutung für die nachhaltige Sicherung der öffentlichen Trinkwasserversorgung des Landes Schsen-Anhalt.

 

Das Wasserwerk Lindau mit seinen Grundwasservorkommen im Fläming bildet aufgrund seiner natürlichen Bedingungen, den geringen Umweltbelastungen,  einer hervorragenden Wasserqualität und des Grundwasserschutzes für die gegenwärtigen und zukünftigen Generationen eine entscheidende Versorgungsgrundlage.

 

 Die Grundwassergewinnung

 

Die Grundwassergewinnung der TWM GmbH im Westfläming erfolgt für das Wasserwerk Lindau in drei Wasserfassungen In den Wasserfassungen Nedlitz und Dobritz II werden jeweils zehn, bis zu 50 m tiefe Brunnen betrieben. Die Wasserfassung Lindau-Süd besteht aus derzeit vier Brunnen. Alle Brunnen sind so genannte Vertikalfilterbrunnen und sind in Steinzeug mit einer Nennweite von 350 mm ausgebaut.

Die Gewinnung des Grundwassers erfolgt aus dem zweiten Grundwasserleiter, welcher

durch wasserundurchlässige Schichten aus Lehm, Ton und Geschiebemergel vom darüber liegenden Grundwasserleiter I abgetrennt und gegen Verunreinigungen geschützt ist. Die Nutzung des unteren Grundwasserleiters minimiert zudem Einflüsse der Grundwasserförderung auf die Vegetation in der Forst- und Landwirtschaft.

Die Nutzung des Grundwassers erfolgt auf der Basis von so genannten „Wasserrechten“. Für die Wasserfassung Dobritz II und die Wasserfassung Lindau-Süd existieren wasserrechtliche Nutzungsgenehmigungen. Für die Wasserfassung Nedlitz liegt eine Wasserrechtliche Erlaubnis vor. Die entnommenen Mengen an Grundwasser betrugen zuletzt ca. 19,7 bis 21 Tm³ am Tag.

Für das Jahr 2008 wird eine mittlere Fördermenge von ca. 20Tm³ pro Tag erwartet. Die vorhandenen Wasserrechte werden damit lediglich zu 40 % ausgelastet.

 

Der Grundwasserschutz

Wasser als Bestandteil der Natur verdient grundsätzlichen Schutz

Grundwasser als Rohstoff für die Trinkwasserbereitung verdient besonderen Schutz

Negative Beeinträchtigungen in Qualität und Quantität sind, aus Sicht der nachhaltigen Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser, auszuschließen. Hierzu existieren ausgewiesene Wasserschutzgebiete, welche an die Fördermengen der Wassergewinnungsanlagen angepasst sind und die Gegebenheiten von geologischer Beschaffenheit und Infrastruktur berücksichtigen. Je nach Fassungsnähe und Gefährdungspotential werden in der Regel drei Schutzzonen ausgewiesen.

 

Die Wasserschutzzone IFassungsbereich – schützt die eigentlichen Fassungsanlagen/Brunnen im Nahbereich.

           

Die Wasserschutzzone II engere Schutzzone – erstreckt sich auf den Bereich der sogenannten 50-Tage-Linie.

 

Die Wasserschutzzone IIIweitere Schutzzone – umfasst das gesamte Einzugsgebiet der Wasserfassung.

 

Für diese Wasserschutzgebiete sind Verbote und Handlungsrichtlinien festgelegt, die die Unversehrtheit des Grundwassers gewährleisten.

 

Zur Kontrolle dieser Schutzgebiete werden diese mit Verkehrs- und Hinweiszeichen kenntlich gemacht. Durch die Mitarbeiter der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH erfolgen festgelegte regelmäßige Kontrollen in den Schutzgebieten. Verstöße gegen den Trinkwasserschutz werden sofort beseitigt bzw. bei besonderer Schwere den Behörden zur Beseitigung und gegebenenfalls zur Strafverfolgung gemeldet.

Jeder Bürger ist aufgerufen aktiv am Schutz der Grundwasserressource mitzuwirken und Verstöße zu melden!

 

 

 

 

 

 

 Das Grundwassereinzugsgebiet des WW Lindau

 

 

 

 

Die Grundwasserüberwachung

 

Zur Einschätzung der grundwasserhaushaltlichen Situation wird eine Reihe von Daten erhoben.

 

Neben der Erfassung der Fördermengen je Brunnen werden an zwei Standorten durch die TWM GmbH und an zwei weiteren Standorten durch den Deutschen Wetterdienst die Niederschlagsmengen täglich gemessen. Zur Beurteilung des „Grundwasserdargebotes“ wird im Westfläming durch die TWM GmbH ein umfangreiches Grundwasserstandsmessnetz beobachtet. So werden an 242 Grundwassermeßstellen und an acht Oberflächenwasserpegeln die Wasserstände gemessen, um Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können.

 

Hinsichtlich der Kontrolle der Grundwassergüte werden alle Brunnen jeweils mindestens einmal im Jahr beprobt und umfangreich analysiert. Um Veränderung im Grundwasserchemismus rechtzeitig erkennen zu können, werden eine Reihe so genannter Vorfeldmessstellen, welche sich im Anströmbereich des Grundwassers auf die Wasserfassungen hin befinden, durch die TWM GmbH und durch die zuständigen Behörden bei den Landkreisen beprobt.

 

Die so gewonnenen Betriebsdaten werden seit Bestehen der TWM GmbH jährlich in einem umfangreichen „Hydrogeologischen Jahresbericht“ ausgewertet und den Behörden zur Kenntnis übergeben.

 

 

 

 

 

Aktuelle Auswertungen

 

Die Auswertung der  wasserwirtschaftlichen Daten erfolgte zuletzt im "Hydrologischen Jahresbericht 2006/2007“ im Auftrag der TWM  durch die Grundwasser Consulting Ingenieurgesellschaft Königs Wusterhausen. Hier einige Auszüge:

 

„In den Wasserwirtschaftsjahren (WWJ)  2006 (11/2005 bis 10/2006) und 2007 (11/2006 bis 10/2007) wurden die genehmigten Entnahmemengen mit 42 – bzw. 41 Prozent in Anspruch genommen. Die Niederschlagshöhe betrug im WWJ 2006 534 mm und lag damit bei 87% des langjährigen Mittelwertes.

 

Das WWJ 2007 zeigte sich bei der Betrachtung der Niederschlagshöhen als extremer Ausreißer. So wurde in diesem WWJ eine Niederschlagshöhe von 771 mm erreicht, dies entspricht 126% des langjährigen Mittelwertes.

 

Die Auswertung der hydrodynamischen Verhältnisse ergab einen Anstieg der Grundwasserstände im Bereich der Niederung und der WF Lindau Süd. Die GWSp sind im Vergleich zu den Vorjahren  im Betrachtungszeitraum in den Niederungen  um 0,18 m angestiegen.

 

In der Hochfläche setzt sich der negative Trend fort, tritt aber nicht mehr mit dieser großen Intensität auf. Die GWSp sind in der Hochfläche in den letzten zwei Jahren um max. 0,25m abgesunken.“

 

Welttag des Wassers

Der Welttag des Wassers am 22. März   2012 steht unter dem Motto "Wasser und...

Trinkwaserschutzgebiet

Das Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerk Weferlingen wurde von Amts wegen aufgehoben, da das...

Bestnote für Trinkwasser

Die Deutsche Presse Agentur (DPA) berichtete in der Magdeburger Volksstimme am 20. Januar 2012...

20. Jahre Zusammenarbeit

Schon vor der eigentlichen Unternehmensgründung 1994 arbeiten die Hochschule Magdeburg -...

® 2003-2006 TWM ||   KONTAKTIMPRESSUMSITEMAPSUCHEN